Mentale Gesundheit im Home Office – Was du als Arbeitgeber*in tun kannst

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Beim Wechsel ins Home Office während der Pandemie wurde deutlich, dass das Burnout-Risiko hoch ist. Die Mitarbeiter*innen fühlen sich stärker unter Druck gesetzt, mehr zu leisten. Plötzlich gibt es keine klare Trennung zwischen Arbeit und Pirvatem mehr und man muss diese Grenze eigenverantwortlich ziehen.

Aber auch wenn wir unsere Grenzen (mehr oder weniger) klar ziehen können, ist die Mentale Gesundheit im Home Office nicht automatisch gegeben. Wie du als Arbeitgeber*in deine Mitarbeitenden unterstützen kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Mentale Gesundheit im Job

Die knallharten Fakten (Quelle: Initiative neue Qualität der Arbeit):

  1. Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen stellen mit 43 Prozent die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Frühverrentung dar
  2. Im Jahr 2017 verursachten psychische Erkrankungen 107 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage
  3. Insbesondere emotionale Anforderungen können die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz beeinträchtigen.

Für zwei der drei häufigsten Gründe für eine psychische Belastung am Arbeitsplatz könnte Remote Work eine Lösung sein. Denn neben der Angst vor dem Jobverlust steht die mangelnde Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben im Fokus. Auf der einen Seite befürchten Arbeitnehmer*innen, dass ihre privaten Anforderungen einen negativen Einfluss auf ihre Arbeitsleistungen haben. Aber noch viel bedeutsamer ist, dass viele Arbeitnehmer*innen durch Überstunden oder unflexible Arbeitszeiten einem Dauerhaften Stresslevel ausgesetzt sind. Denn auch das Privatleben und die zu Hause wartende Care-Arbeit muss gemeistert werden.

Remote Work als Lösung für psychische Erkrankungen auf Grund der Arbeit?

Im Hinblick auf die mentale Gesundheit kann Remote Work viele positive Effekte haben. Sobald man sich an die Fernarbeit gewöhnt hat, kann flexibel von überall aus gearbeitet werden. Man kann selbst planen, wann man Pausen machen möchten und gleichzeitig kann die Produktivität der Mitarbeiter*innen gesteigert werden, da sie sich in der von ihnen gestalteten Umgebung wohler fühlen. Wir haben zur motiverten Arbeit im Home Office bereits einen Blogbeitrag geschrieben, den du dir hier anschauen kannst. Wie aber kannst du als Arbeitgeber*in deine Kolleg*innen dabei untersützen, ihre menatle Gesundheit im Home Office beizubehalten?

Was du als Arbeitgeber*in tun kannst, um deine Kolleg*innen und ihre Mentale Gesundheit zu unterstützen

Neben den üblichen Ansätzen wie Weiter-und Entwicklungsmöglichkeiten, ein angenehmes Arbeitsklima und einer faire Bezahlung spielt es eine große Rolle, die Ressourcen zu erkennen und die individuelle Belastung zu reduzieren. Vor allem ein starkes Gemeinschaftsgefühl innerhalb des Kollegiums und ein fairer, unterstützender Umgang von Seiten der Vorgesetzten können die psychische Belastung stark verringern.

Was du als Arbeitgeber*in tun kannst, um deine Kolleg*innen im Home Office zu unterstützen: Soziale Kontakte Fördern, Mit gutem Vorbild vorangehene, Trennung von Arbeit und Privatem fördern
Was du als Arbeitgeberin tun kannst, um deine Kolleg*innen zu unterstützen

Soziale Kontakte fördern

Sorge dafür, dass trotz Home Office soziale Kontakte zwischen den Mitarbeitenden möglich sind und entstehen. Gemeinsame Meetings, Team Events oder WhatsApp Gruppen sind hierbei hilfreich. Ideen für einen guten Beziehungsaufbau in Onlineteams findest du hier.

Trennung von Arbeit und Privatem fördern

Habe ein Auge darauf, dass es auch aus der Führungsebene klare Grenzen zwischen Privatem und Arbeit gibt. Noch eine schnelle Frage per WhatsApp am Abend? Ein kurzer Anruf, um eine wichtige Frage zu klären? Nein – das kann auch auf Morgen warten, denn wenn ihr nicht im Home Office arbeiten würdet, könntet ihr euch nach Feierabend auch nicht mehr erreichen. Eine Möglichkeit diese Trennung zu fördern ist das Bereitstellen von Arbeitslaptops- und Handys. So kann der Austausch aktiv gestaltet werden und die Erreichbarkeit nach Feierabend eingeschränkt werden.

Mit gutem Vorbild vorausgehen

Auch die Führungskraft selbst arbeitet im Home Office und ist genauso von der psychischen Belastung betroffen, wie die Mitarbeitenden. Die extra Herausforderung hierbei ist allerdings, dass eben kein*e Vorgesetzte*r einen Blick darauf hat, wann es genug ist und mit darauf achten kann, wann die Belastungsgrenze erreicht ist.
Habe dich selbst gut im Blick und gehe mit gutem Vorbild voran. Halte dich an deine festgelegten Arbeitszeiten, ziehe Grenzen zwischen Privatem und Beruflichem und kümmere dich um genug Soziale Kontakte innerhalb und außerhalb deiner Arbeit. So gibst du auch deinen Mitarbeitenden den Raum, dies zu tun und kannst als Vorbild motivierend wirken.

Weitere Tipps und Tricks zur Führung von Remote Teams findest du in diesem Beitrag.

Um die Mentale Gesundheit im Home Office zu fördern gibt es viele verschiedene Wege und Ideen. Welcher Weg für dich und dein Team der Richtige ist, findet ihr am besten raus, indem ihr eure Kolleg*innen einfach mal fragt. Was braucht ihr? Was tut euch gut? Wie könnt ihr sie unterstützen?

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