Kategorie: Interviewreihe: Nachgefragt – Wie digital ist Deutschlands Vereinswelt?!

In dieser Interviewreihe sprechen wir mit verschiedenen AkteurInnen aus der gemeinnützigen Welt über ihre Erfahrungen der online Zusammenarbeit.

Nachgefragt: Im Gespräch mit Mitgliedern einer Internationalen NGO

Nachgefragt: Im Gespräch mit Mitgliedern einer Internationalen NGO

Dieser Blogbeitrag basiert auf zwei Interviews mit Menschen, die schon länger digital beim Verein Taste of Malawi e.V. arbeiten. Hier gibt es Tipps und Tricks zur online Kommunikation von Lisa Schumacher, Teil des HR Teams von Taste of Malawi e.V. und Alexander Kumcheza, Co-Gründer und Manager der Ausbildungsstätte in Malawi.
Schau dir gerne auch diesen Erfahrungsbericht an, in dem ein weiteres Mitglied des Vereins über seine Arbeit in einem online Ehrenamt spricht.

Lisa Schumacher ist bereits seit vielen Jahren für das Recruitment und die Betreuung der online Freiwilligen im Verein Taste of Malawi e.V. zuständig. Sie arbeitet im Rahmen ihres Ehrenamtes rein digital und setzt hierbei vor allem auf Tools wie Skype und Whatsapp.

Darum engagiert sich Lisa am liebsten online

Der größte Vorteil des online Engagements ist für Lisa, dass sie ortsunabhängig und flexibel arbeiten kann, egal wo sie sich gerade aufhält. Hierdurch ist ein langfristiges Engagement möglich, das flexibel an die unterschiedlichen Lebenssituationen angepasst werden kann.

Herausforderungen, die Lisa im online Engagement begegnen

  1. Die Auswahl von neuen Ehrenamtlichen: es ist schwieriger, eine persönliche Bindung aufzubauen und Personen richtig kennenzulernen. Diese Hürden sind aber gar nicht so hoch wie man denkt, wenn man die Menschen digital kreativ willkommen heißt!
  2. Die Mimik und Gestik fehlt bei der online Übertragung bzw. ist nicht so deutlich wie bei einer Begegnung im analogen Leben. Hierdurch entsteht ein Mehraufwand, um eine persönliche Verbindung aufzubauen.

Lisas Tipps und Tricks für eine erfolgreiche online Zusammenarbeit

  1. Trefft euch alle einmal im Jahr, um eine persönliche Basis zu schaffen.
  2. Teambuilding und soziale Aktionen müssen trotz der online Zusammenarbeit angeboten werden! Das heißt es sollten nicht nur Business Treffen, sondern auch ein persönlicher Austausch stattfinden und dieser aktiv gefördert werden.
  3. Der größte Fehler, der passieren kann: Die Ehrenamtlichen werden als einzelne Akteur*innen gesehen. Dies darf nicht passieren, denn das Team sollte als ein*e gemeinsame*r Akteur*in gesehen werden.
  4. Fördert einen gemeinsamen Teamgedanken und Teamstrukturen. Menschen dürfen nicht allein gelassen werden (online fühlt man sich sowieso schon schnell allein (gelassen))

Lisas Wunsch

„We wish, because we are an organization in which we love to exchange knowledge, that we will have online classes one day, so we can advance the training and exchange.“

Alexander Kumcheza gründete 2014, zusammen mit Jana Piske, das Projekt Taste of Malawi e.V. Heute leitet er das Projekt, kümmert sich um die Koordination und Projektentwicklung und ist für die Kommunikation zwischen den internationalen Teams verantwortlich.

Darum engagiert sich Alex am liebsten online

Für Alex bietet die online Arbeit einen aufregenden Weg der Kommunikation an. Hierdurch wird die Kommunikation mit Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen möglich und alle können viel voneinander lernen.

Herausforderungen, die Alex im online Engagement begegnen

Die größte Herausforderung in Bezug auf die online Kommunikation im malawischen Team besteht im schlechten Internetausbau in Malawi. Dies stellt sie täglich vor eine große Herausforderung.

Alex‘  Tipps und Tricks für eine erfolgreiche online Zusammenarbeit

  1. Wenn Organisationen eine Kommunikation mit ihren Partner*innen im Ausland haben möchte, müssen alle zusammen lernen und zusammen herausfinden wie dies am besten möglich ist. Dies lässt sich am einfachsten umsetzen, wenn man diese Herausforderung Schritt für Schritt zusammen angeht.
  2. Alle Menschen in der Organisation müssen die Chance bekommen, an der gemeinsamen Kommunikation teilzunehmen. Dies gilt auch für Menschen, die keinen (guten) Zugang oder eigene Möglichkeiten haben.
  3. Beginnt auf einem niedrigen Level mit einfachen Tools wie WhatsApp um zu kommunizieren und zu lernen. WhatsApp wird bereits von den meisten Menschen privat genutzt und ist ein guter Starting Point für die weitere Kommunikation.
  4. Gebt Menschen Zeit sich an neue Tools zu gewöhnen. Nicht alle haben bereits das Wissen wie beispielsweise Zoom oder Google Drive funktionieren.
  5. Bietet Menschen, die noch keinerlei Computerkenntnisse haben, Basic Trainings an. Wenn man einmal die Grundkenntnisse hat, ist es einfacher, neue Skills zu erlernen.

Alex‘ Wunsch

„We wish, because we are an organization in which we love to exchange knowledge, that we will have online classes one day, so we can advance the training and exchange.“

Um erfolgreich international zusammenzuarbeiten braucht es eine gute Onlinekommunikation, die Spaß macht! Durch die vielen verschiedenen Möglichkeiten haben wir die Chance uns mit Menschen auf der ganzen Welt zu vernetzen und neue und verschiedene Blickwinkel, Kulturen und Ideen zusammenzubringen.

Online Ehrenamtsbetreuung – Ein Erfahrungsbericht

Online Ehrenamtsbetreuung Ein Erfahrungsbericht einer Ehrenamtskoordinatorin

Das Thema online Ehrenamtsbetreuung weckt immer mehr die Neugierde von Vereinen. Aus diesem Grund haben wir uns mit Lisa Schumacher von Taste of Malawi verabredet. Du findest die wichtigsten Inhalte und Lisa’s Tipps zu einer erfolgreichen Freiwilligenkoordination in diesem Blogartikel. Hier findest du auch das aufgezeichnete Interview zum anschauen. Viel Spaß!

Online Freiwilligenarbeit erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit. Lisa Schumacher führt dabei das dreiköpfige Team der Ehrenamtskoordination bei dem Verein Taste of Malawi an. Sie erfüllt diese Position als Ehrenamtliche und konnte das immer gut mit ihrem Studium vereinbaren. Ihre Aufgaben sind neben dem Recruitment und der Betreuung von Ehrenamtlichen im digitalen Team, auch die Auswahl und Vorbereitung von Vor-Ort-Freiwilligen, die ein freiwilliges soziales Jahr in Malawi absolvieren.

Weltweit vernetzt

Die Ehrenamtlichen der Organisation kommen aus der gesamten Welt- Amerika, Asien, Europa oder Afrika. All diese Freiwlligen unterstützt Lisa im Rahmen ihrer Arbeit. Die größte Herausforderung ist da natürlich ein persönliches Treffen. Das Gemeinschaftsgefühl muss zwangsläufig online gestärkt werden und dafür rät Sie dazu, das Team immer als ganzes zu betrachten. Gerade im online Engagement fühlt man sich schneller einsam und aus diesem Grund ist es wichtig den Teamgedanken immer wieder klar herauszustellen.

Auch Lisa hat sich ganz bewusst für ein online Engagement entschieden. Denn ihr Studium verlangt regelmäßige Auslandsaufenthalte. Das ortsungebundene Engagement passt da einfach am besten in ihren Lebensstil. Diese Beobachtung schildert sie auch von den Engagierten bei Taste of Malawi. Die Freiwilligen genießen es flexibel und langfristig bei der gleichen Organisation sich zu engagieren. Ob vom Strand aus oder im Zug, Tag oder Nacht – das Engagement ist immer mit in der Tasche.

Aufgaben im digitalen Ehrenamt

Bei der Aufgabenauswahl sieht Lisa keine Grenzen für online Engagierte. Sowohl verantwortungsvolle Aufgaben, wie der Vorstand, sowie auch kleine Aufgaben werden in ihrer Organisation rein digital erfüllt. Tatsächlich ist die gesamte Organisation mit ihrer Gesamtheit an Aufgaben rein online abgedeckt. Ein traumhaftes grenzenloses Engagement – das klingt ja fast zu schön um wahr zu sein?!

Jedoch gibt es eine Einschränkung in der online Ehrenamtsbetreuung. Denn um eine persönliche Verbindung aufzubauen fehlt einiges an non-verbaler Kommunikation. Es braucht laut Lisa einfach länger um Vertrauen aufzubauen und eine persönliche Verbindung zu schaffen. Da helfen am besten ein gut strukturiertes Onboarding und ein proaktives Verhalten der EhrenamtskoordinatorInnen. Die gute Nachricht ist aber, dass wenn man sich der Herausforderung bewusst ist und man aktiv dagegen vorgeht, sinnhafte und vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen.

Im Verlauf der Zusammenarbeit muss man konstant weiter an der Beziehung arbeiten. Wie auch bei analog Engagierten ist es wichtig einen Raum für soziale Interaktion zu schaffen. Es sollten nicht immer nur to-do-Listen und die nächsten Aufgaben besprochen werden, sondern eben auch Raum für Spaß und Teambuilding mit geplant werden.

Die Zukunft der online Ehrenamtsbetreuung

Die Zukunft des online Engagement steckt voller Möglichkeiten. Viele Engagierte warten auf die Chance sich auch online zu engagieren und mehr Organisationen sollten ihre Türen für online Ehrenamt zu öffnen. Das Potenzial ist riesig und tatsächlich noch lange nicht ausgeschöpft!

Weltweit tätig werden – Erfahrungsbericht

Digitalisierung ist in Vereinen noch nicht sehr weit verbreitet und selbst in Unternehmen wird wenig im Bereich online Teambuilding gemacht. In der gemmeinnützigen Welt gibt es Organisationen, die noch ganz am Anfang der online Zusammenarbeit stehen und andere, die bereits eine komplette online Infrastruktur für ihre Freiwilligen eingerichtet haben. Aber wie sieht es tatsächlich bei den Organisationen aus? Wir fragen nach!

In dieser Interview-Reihe möchten wir dir einen Einblick in die Arbeit von anderen Organisationen geben. Wie sieht bei Ihnen die virtuelle Zusammenarbeit aus? Welche Herausforderungen konnten sie meistern und mit welchen kämpfen sie noch? Es gibt keine allgemeine Wunderlösung für die online Zusammenarbeit. Denn es kommt auf die Bedürfnisse des Teams an. In jeder Folge beleuchten wir eine andere Perspektive.

Zusammen sind wir stark!


In dieser Folge spricht Jana von Fairlinked mit Konstantin von Taste of Malawi. Taste of Malawi ist ein Verein der Menschen aus der ganzen Welt zum gemeinsamen Lernen zusammen bringt.

BerufsanfängerInnen in Europa oder Amerika, Studierende im Auslandssemester oder Frauen in Malawi. Ihr Team ist vielfältig und gleichzeitig vereint durch das Ziel soziales Unternehmertum zu lernen.

Was sie in 6 Jahren reiner digitalen Vereinsarbeit gelernt haben, erzählt uns Konstantin. Sein Geheimnis ist es neugierig zu bleiben und die Menschen dort abzuholen, wo sie Zuhause sind.

Falls du noch Fragen an Konstantin hast schreibe sie gerne in die Kommentare. Was hat dich am meisten überrascht?

Vereinsziele online denken – Erfahrungsbericht

Digitalisierung ist in Vereinen noch nicht sehr weit verbreitet und selbst in Unternehmen wird wenig im Bereich online Teambuilding gemacht. In der gemmeinnützigen Welt gibt es Organisationen, die noch ganz am Anfang der online Zusammenarbeit stehen und andere, die bereits eine komplette online Infrastruktur für ihre Freiwilligen eingerichtet haben. Aber wie sieht es tatsächlich bei den Organisationen aus? Wir fragen nach!

In dieser Interview-Reihe möchten wir dir einen Einblick in die Arbeit von anderen Organisationen geben. Wie sieht bei Ihnen die virtuelle Zusammenarbeit aus? Welche Herausforderungen konnten sie meistern und mit welchen kämpfen sie noch? Es gibt keine allgemeine Wunderlösung für die online Zusammenarbeit. Denn es kommt auf die Bedürfnisse des Teams an. In jeder Folge beleuchten wir eine andere Perspektive.

Zusammen sind wir stark!


In der zweiten Folge von Nachgefragt: Wie digital ist Deutschlands Vereinswelt ?! spricht Jana mit Sophie von Menschenzauber.

Menschenzauber ist hat es sich zum Vereinsziel gesetzt Lachen zu verschenken. Durch ihre Fotoevents entführen sie Menschen in Phantasiewelten und schaffen so wunderschöne Erinnerungen. Diese Events leben vom persönlichen Kontakt und nun zu Zeiten von Corona ist dies schwer umsetzbar.

Die Kontaktbeschränkungen waren ein schwerer Rückschlag für den Verein, aber mit etwas Kreativität konnten sie ihrem Ziel treu bleiben. Sie schenken auch in dieser Zeit online Lachen. Ein beeindruckender Verein von dem wir viel lernen können!

Habt ihr Fragen an Sophie oder kennt ihr eine Organisation, die wir unbedingt mal sprechen sollten: Schreibt es in die Kommentare!

Online Zusammenarbeit für Jung und Alt – Erfahrungsbericht

Digitalisierung ist in Vereinen noch nicht sehr weit verbreitet und selbst in Unternehmen wird wenig im Bereich online Teambuilding gemacht. In der gemmeinnützigen Welt gibt es Organisationen, die noch ganz am Anfang der online Zusammenarbeit stehen und andere, die bereits eine komplette online Infrastruktur für ihre Freiwilligen eingerichtet haben. Aber wie sieht es tatsächlich bei den Organisationen aus? Wir fragen nach!

In dieser Interview-Reihe möchten wir dir einen Einblick in die Arbeit von anderen Organisationen geben. Wie sieht bei Ihnen die virtuelle Zusammenarbeit aus? Welche Herausforderungen konnten sie meistern und mit welchen kämpfen sie noch? Es gibt keine allgemeine Wunderlösung für die online Zusammenarbeit. Denn es kommt auf die Bedürfnisse des Teams an. In jeder Folge beleuchten wir eine andere Perspektive.

Zusammen sind wir stark!


In dem ersten Interview in unserer Reihe spricht Jana von Fairlinked mit Elke, der Gründerin vom Silbernetz e.V. über ihre Erfahrungen der online Zusammenarbeit.

Das Silbernetz ist eine Telefonhotline für alte Menschen und hilft mit einem klassischem Instrument gegen die Einsamkeit: dem Telefon! Ihre Freiwilligen sind in ganz Deutschland verteilt, werden online ausgebildet und üben ihr Ehrenamt mit dem Telefon oder auch über den Computer aus. Die online Zusammenarbeit war schon immer ganz klarer Bestandteil ihrer Arbeit, obwohl ihre Zielgruppe Ü65Jährige sind. Ein beeindruckender Verein von dem wir viel lernen können!

Kennst auch du eine spannende Organisation, mit der wir mal sprechen sollten, schreib es uns in die Kommentare oder schick uns eine Email.