Online Ehrenamt- diese 4 Typen von Mitgliedern braucht ihr Team

Nicht jeder Mensch sucht eine Möglichkeit zum Arbeiten aus der Ferne, jedoch gibt es einige die die Arbeit im Home Office bevorzugen. Der Wunsch kann aufgrund unterschiedlicher Ursachen kommen. Es können körperliche Einschränkungen sein, persönliche oder berufliche Umstände oder eben auch einfach eine eigene Vorliebe.  Damit sie sich etwas besser vorstellen können was für unausgeschöpfte Potenziale in der Welt des Online Volunteering oder der Homeoffice Mitarbeiter liegen, stelle ich Ihnen hier die 4 häufigsten Typen vor.

Die Hochqualifizierte Sara Fleißig (33 Jahre alt)

„Hallo, ich bin Sara und ich freue mich immer, wenn ich mein Wissen weitergeben kann. Neue Projekte anzupacken und weiterzuentwickeln würde ich fast schon als mein Hobby bezeichnen. Herausforderungen sehe ich fast schon als Grundvoraussetzung, damit mich das Thema interessiert. Was soll ich denn in einem Projekt machen, wo alles bereits glatt läuft?

Ich bin als Unternehmerin ziemlich beschäftigt mit meinen Projekten und habe kaum einen richtigen Alltag, vor allem wenn ich für Geschäfts Termine verreisen muss. Da ich es aber gewohnt bin im Home Office zu arbeiten, wäre dies eine super Möglichkeit für mich. Ich würde gerne mehr von meinem Wissen und meinem Netzwerk für einen guten Zweck teilen, jedoch brauche ich die Möglichkeit mich flexibel und ortsungebunden einbringen zu können.“

Das Langjährige Mitglied Helmut Aktiv (68 Jahre alt)

„Guten Tag mein Name ist Helmut Aktiv und bin seit jeher schon immer aktiv in meiner Gemeinde gewesen. Die Nachbarschaftshilfe finde ich super wichtig und dort habe ich sehr viele meiner Freunde. Für eine gute Gemeinschaft ist es wichtig, dass man Dinge gemeinsam anpackt und sich solidarisch zeigt. Das war schon immer und ist auch noch heute mein Grundsatz.

Jetzt seitdem ich und meine Frau in Rente sind haben wir uns unseren Traum erfüllt und leben über die kalten Wintertage über in unserem Zweitwohnsitz in Spanien an der Küste. Dort fühlen wir uns wohl und sind sehr glücklich, über den Sommer versuchen wir regelmäßig nach Deutschland zu kommen. Die Entfernung zu unserer Familie fällt uns nicht so schwer, denn wir stehen in regelmäßigem Kontakt. Die Familien-Whatsappgruppe und die regelmäßigen Skypegespräche mit unseren Enkelkindern sind prima. Jedoch fehlt es mir mich weiter in meinem alten Verein zu engagieren. Zwar kann ich über den Sommer hinweg mich engagieren, jedoch über den Winter gibt es keine Möglichkeiten. Es wäre schön, wenn ich mich auch von Spanien aus weiter an unserem Vereinsleben beteiligen könnten.“

Die Weltenbummlerin Svenja Wandel (19 Jahre alt)

„Hey, ich bin Svenja und komme gerade aus meinem Auslandspraktikum in Washington zurück. Nach meinem Abitur habe ich ein freiwilliges soziales Jahr in Kambodscha gemacht und dies hat tatsächlich viel in mir bewegt. Zum einen bin ich erwachsener geworden, aber vor allem habe ich an eigenem Leib erfahren, was Globalisierung bedeutet. Unsere Verantwortung gegenüber anderen Menschen ist mir noch nie so bewusst geworden, wie in diesem Moment. Ich erzähle gerne von meinen Erfahrungen. Nach meinem Freiwilligendienst habe ich angefangen International Management zu studieren, weil ich gerne auch in Zukunft die Welt verändern möchte.

Gerne würde ich mich engagieren und erste praktische Erfahrungen sammeln. In meinem Studium ist es sehr theoretisch und ich würde gerne sehen wie es in der Praxis aussieht. Ein soziales Unternehmen, welches mir die Möglichkeit gibt mitzugestalten oder ein Verein wären super. Da hätten wir sozusagen eine Win-Win Situation. Jedoch ziehe ich häufig um und mein Studium fordert mich mal mehr und mal weniger. Die Arbeit im Home Office bin ich bereits gewohnt. Deswegen suche ich einen Weg, wie ich ortsungebunden und flexibel mich engagieren könnte, das kann doch nicht so schwer sein, oder?“

Der digitale Aktivist Till Neu (16 Jahre alt)

„Hi ich bin Till und schon lange in der Schülervertretung aktiv. Ich mache mir Sorgen, um meine Zukunft denn der Klimawandel und seine Folgen werden mich sehr treffen. Die Aktionen von Fridays for Future finde ich ziemlich cool und ich bemühe mich so häufig es geht daran teilzunehmen. Ich glaube das habe ich von meiner Nachbarin, die hat sich schon immer sehr viel engagiert und das beeindruckte mich schon immer. Soziale Verantwortung übernehmen ist cool. Viele behaupten meine Generation würde sich nicht politisch engagieren und nur am Handy abhängen. Ich glaube sie verstehen einfach nicht, dass wir uns mittlerweile über das Handy engagieren, also im Grunde wie Home Office nur noch flexibler. Politische Memes oder Online-Petitionen sind unser Mittel zur Wahl, um Einfluss zu gewinnen und diese Welt zu gestalten.  Das klappt sogar in unserer Altersgruppe ziemlich gut.

Das letzte Mal als ich mit meiner Nachbarin sprach, war sie sehr traurig, weil in ihrem Verein der Nachwuchs fehle. Sie sagt, die Mitglieder werden immer älter und frischer Wind durch junge neue Mitglieder würde fehlen. Ich würde ihr ja gerne helfen, aber die verstaubten Methoden, mit denen sie arbeiten sprechen mich nicht an. Sich bei Kaffee und Kuchen in einen Raum zu setzen und langen Diskussionen zu folgen, langweilt mich. Da nutze ich lieber die Zeit, um die nächste online Aufklärungskampagne mit meinen Freunden aus der Schülervertretung zu starten. Aber schade ist es schon, dass wir uns nicht zusammentun können. Der Verein meiner Nachbarin und meine Freunde aus der Schülervertretung wir könnten viel voneinander lernen.“

“Wir brauchen nicht viel, nur dass wir zueinander passen!”

Sara, Helmut, Svenja und Till sind potenzielle Teammitglieder, welche super engagiert sind, jedoch noch nicht das passende Angebot für sich gefunden haben. Vermutlich kennen Sie auch in ihrem Umfeld Menschen, die sie gerne in ihrem Team hätten, aber aufgrund ihrer beruflichen oder persönlichen Umstände nicht an ihren Veranstaltungen teilnehmen können. Oder den letzten Top-Mitarbeiter, der ihr Team verließ, weil er den Wohnort gewechselt hat. Das sind verlorene Potenziale, wo man sich gut überlegen sollte, ob es da nicht doch eine Möglichkeit der Zusammenarbeit gibt. Wie können Sie Sara, Helmut, Svenja oder Tim für ihr Team gewinnen?

Diese Menschen haben alle gemeinsam, dass sie gerne frei ihre Zeit einteilen und dies so flexibel wie möglich sein wollen. Sie wollen oder müssen ortsungebunden sein, um so ihren Alltag mit ihren Aufgaben vereinen zu können. Ein teilweise oder vollständiges Engagement im Home Office ist eine super Möglichkeit ihnen die benötigte Flexibilität zu schenken. Jedoch machen Sie sich keine Sorgen, dass sie diese Menschen unbeobachtet ihre Aufgaben erledigen lassen. Es sind Teammitarbeiter, welche eine unglaublich hohe eigene Motivation mitbringen und sich verantwortlich für ihre Aufgaben fühlen. Sie praktizieren bereits seit Jahren (eventuell sogar schon ihr gesamtes Leben?) diese selbstständige Arbeitsweise und sind stolz darauf. Sie haben ihre Routine gefunden und sind zuverlässig. Digitales Arbeiten und Kommunizieren ist für sie weit aus natürlicher, als für viele von uns.

Nutzen Sie die Chance!

Wie sie sehen haben diese digitalen Mitarbeiter ein unglaubliches Potenzial, welches auch ihr Team bereichern kann. Die Möglichkeit sich digital bei Ihnen einzubringen und mitzuwirken öffnet die Türen für diese Menschen. Natürlich müssen die Infrastruktur und Arbeitsprozesse entsprechend angepasst werden und Personaler müssen dazu lernen was digitales Teammanagement und -building bedeutet. Dieser Aufwand lohnt sich für den neuen Blickwinkel, den ihre digitalen Mitglieder ihnen bringen können, und machen sie sich keine Sorgen auch online Mitarbeiter sind genauso Menschen, wie ihre offline Mitarbeiter.

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