Bühne frei! Tipps für einen guten Auftritt vor der Kamera

Bühne frei! Tipps für einen guten Auftritt vor der Kamera

In online Meetings muss man sich extra Mühe geben, dass man beim Auftritt richtig wahrgenommen wird. In unseren Blogbeitrag über gesunde Fernbeziehungen haben wir schon darüber diskutiert, wie schwer es ist, einen präzisen Eindruck von unseren Mitarbeiter*innen in einem digitalen Arbeitsumfeld zu bekommen. Nur durch Videokonferenzen ist es deshalb schwieriger als in der analogen Arbeit, Vertrauen und Freundschaft im Team zu schaffen. Ohne sich persönlich zu sehen, wird es schwer sich gegenseitig wahrzunehmen und somit Beziehungen aufzubauen.

In diesem Beitrag geben wir euch Tipps für einen guten Auftritt vor der Kamera. Einen guten Auftritt im digitalen Raum zu haben ist sehr wichtig, wenn man in rein digitale oder hybride Teams gleichzeitig angemessen, professionell und freundlich wirken möchte. Immer wenn man einen guten Auftritt hat, lässt man einen guten Eindruck hinter und schafft man Raum für Freundschaft und Vertrauen in der Arbeitsatmosphäre, was wesentlich für einen harmonischen Ablauf ist.

Digitaler Erster Eindruck

1) Kamera

Eine gute Kamera zu verwenden oder vielleicht sogar eine externe (vom Handy, zum Beispiel) ist essenziell. Es ist dabei auch relevant, sie auf Augenhöhe zu stellen und sie direkt anschauen. So kannst du Blickkontakt zu den anderen Teilnehemer*innen halten, indem du nicht in ihre Augen auf dem Bildschirm schaust, sondern direkt in die Kamera. Vermeide zu stark von oben oder von unten die Kamera zu schauen: Wenn du von oben guckst, wirkst du hochnäsig. Von unten wirkst du unterwürfig.

Unser Tipp: Wenn es schwierig fällt, sich optimal zu positionieren, hilft etwas Distanz zur Kamera. Wenn man ein Laptop verwendet, kann man auch unter dem Gerät Bücher platzieren, dass die Kamera in der Augenhöhe ist.

2) Beleuchtung

Die Beleuchtung in dem Zimmer, wo du an dem Meeting teilnimmst, ist auch sehr wichtig. Das Licht muss aus der Richtung der Kamera kommen. Licht von oben wirkt müde, weil die Augenringe hervorgehoben werden. Licht von unten wirkt aber unnatürlich. Achte auch darauf, dass das Licht nicht von hinten kommt, sonst wird dein Gesicht dunkel.

Unser Tipp: Je mehr Lichtquellen, umso besser! So können die anderen Teilnehmer*innen im Meeting dich besser sehen und einfacher wahrnehmen.

3) Auftritt

Es ist empfehlenswert, der ganze Oberkörper im Bild zu zeigen. Du solltest im Mittelpunkt des Bildausschnittes sein. Dein Gesicht soll auch gut erkennbar sein, ohne Haare und nicht ausgeschnitten in dem Bild sein. Die Kleidung steht am besten im Kontrast zu Hintergrund, dass du hervorgehoben wirkst und besser erkennbar wirst. Das alles trägt zum ersten Eindruck bei!

Unser Tipp: kontrastierender Lippenstiftfarben wie Rot oder Braun tragen, dass die Zuhörer dir und deiner Aussagen mehr Aufmerksamkeit schenken.

Deine Mimik und Gestik sind auch wichtige Teile deiner online Präsenz. Im Analogen sind sie sehr einfach zu erkennen, was nicht der Fall beim Digitalen ist. Man muss die Körpersprache richtig übertreiben, um ihre Wahrnehmung zu vereinfachen.

4) Hintergrund

Der Hintergrund ist das Bild vom Raum, indem du bist. Er wird vom Gegenüber untersucht. Damit du mehr Vertrauen mit dem Gesprächspartner aufbaust, sollst du den Hintergrund sichtbar machen. Aufräumen und auf Spruchkarten aufpassen sind hier auch Tipps. Dass du professioneller wirkst, sollte deine Umgebung organisiert sein. Deshalb ist es wichtig, dass man ein geeignetes Ort zuhause aussucht, wo es ordentlich und ruhig ist.

Virtuelle Hintergründe könnten auch eine Möglichkeit sein, wenn man eine unordentliche Umgebung nicht vermeiden kann. Aber wenn man Beziehungsaufbau anstrebt, ist es besser den echten Hintergrund zu zeigen. Dann gibt es mehr Kontaktmöglichkeiten und man zeigt seine oder ihre Persönlichkeit. Das ist, wenn man sich wohl fühlt. Wenn man sich unwohl fühlt, ist es noch schwieriger eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen. In dem Fall wäre es besser, den Hintergrund nicht zu zeigen. Virtuelle Hintergründe sind gut für großen Veranstaltungen, indem man einfacher die Moderation erkennen kann.

5) Technik

Dass die Technik gut funktioniert, solltest du alle möglichen Synchronisierungen stoppen, Hintergrundprogramme schließen und wenn möglich eine Lan-Kabel anschließen. Wenn deine Verbindung oft unterbricht und du es schon weiß, kannst du dies am besten vorher ankündigen und offen kommunizieren. Auch wenn man eine Fehlermeldung bekommt, kann man diese ankündigen. Dies kommt dem Vertrauensaufbau zugunsten. Der Beziehungsaufbau wird nicht unterbrochen, wenn man ehrlich ist!

Guter Auftritt vor der Kamera

Verhalten in online Meetings

In Videokonferenzen verhält man sich anders als in Besprechungen im Büro oder allgemein in Präsenz. Viele verstehen remote Arbeit als freier und selbstbestimmter als analoge Arbeit, und es kann tatsächlich so sein, aber bei online Meetings muss man auf bestimmte Punkte aufpassen:

  1. Fokussiert bleiben: wenn man präsent und konzentriert ist, fördert man die Zusammenarbeit in der digitalen Umgebung und motiviert anderen, auch mitzumachen und nicht nur erscheinen. Es trägt auch zu einem guten Eindruck bei, dabei nicht zu essen oder offensichtlich andere Sachen zu machen.
  2. Keine anderen Sachen nebenbei machen: in online Meetings kann man die Registerkarte einfach minimieren und dabei E-Mails lesen, Social Media surfen oder andere Aufgaben erledigen. Die anderen Teilnehmer*innen merken es in Videokonferenzen, wenn man was anderes macht und nur zuhört. Das erkennt man zum Beispiel durch die Augenbewegung oder Gesichtsausdrücke, die wir unbewusst machen.
  3. Die anderen Teilnehmer*innen respektieren: sowohl im Analogen als auch im Digitalen muss man die Redezeit von den anderen Teilnehmer*innen respektieren. Man muss immer auf die Gesprächspausen warten, um sich in dem Gespräch einzubringen. Es ist auch respektvoll, nicht lauter als die anderen zu sprechen und sie nicht zu unterbrechen.
  4. Mikrofon und Kamera Funktionen verwenden: wenn man nicht gerade spricht, sollte man die Stummschalttaste drücken, dass die Hintergrundgeräusche (die auch da sind, auch wenn wir selbst sie nicht hören können) die anderen Teilnehmer*innen nicht stören. Wenn man gerade nicht da ist, zum Beispiel, um auf die Toilette zu gehen, kann man (muss man aber nicht) die Kamera ausmachen, um die anderen zu zeigen, dass man gerade nicht verfügbar ist.
  5. Deutlich artikulieren: wie bereits erwähnt, die Lautstärke deiner Stimme ist in Videokonferenzen sehr wichtig. Angemessen laut, langsam, und deutlich zu reden ist in online Meetings wesentlich, dass man gut verstanden und wahrgenommen wird.
Gutes Verhalten in Videokonferenzen

Zusammenfassung

Jetzt haben wir ein paar gute Tipps für einen guten Auftritt in Videokonferenzen durchgegangen. Es ist sehr wichtig, dass man seine Präsenz durchsetzt und angemessen wirkt, um gut wahrgenommen zu werden. Wie man sich verhält und wie man in online Meetings rüberkommt beeinflussen sehr stark, welchen ersten Eindruck man hinterlässt. In einem digitalen Arbeitsumfeld ist es besonders vorteilhaft, wenn alle Teammitglieder nicht nur offen kommunizieren aber auch guten ersten Eindrücke voneinander haben, um eine vertrauensvolle Atmosphäre aufzubauen.

Hast du noch gute Tipps für das Auftreten in online Meetings? Teile mit uns in den Kommentaren!